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Schweizer Forscher warnen vor giftigen Substanzen, die durch die Gletscherschmelze freigesetzt werden. Die Wissenschaftler um Peter Schmid von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich befürchten vor allem, dass sogenannte POPs (Persistant Organic Pollutants) in die Umwelt gelangen – schwer abbaubare organische Umweltgifte wie DDT oder Dioxine. Die Chemikalien waren vor Jahrzehnten von Luftströmen herantransportiert und nach der Ablagerung auf der Schneedecke im Eis eingefroren worden. Tauen die Gletscher, fließen die Stoffe mit dem Schmelzwasser in den nächsten Gletschersee und lagern sich dort in den Sedimenten ab.
Die Weltmeere werden lauter. Ursachen dafür sind der Anstieg des Schiffsverkehrs und seismischer Aktivitäten sowie die Entwicklung neuartiger Sonarsysteme der Militärs. Intensiver Schall und Lärmteppiche stellen eine Bedrohung für die bei ihrer Kommunikation und Orientierung auf Schall angewiesenen Meeressäugetiere dar. Zu diesem Schluss gelangt eine Allianz von Artenschutzorganisationen im Rahmen der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention, die bis Ende der Woche in Rom tagt. Die Verbände fordern Regierungen und die Industrie auf, leisere Schiffsmotoren, strengere Richtlinien für seismische Aktivitäten bei der Suche nach Öl- und Gasvorkommen, sowie weniger gefährliche Sonarsysteme für Militärs zu entwickeln.
Zusätzlich zu der bereits bestehenden Sorge um Lärmverschmutzung im Meer kommen neue Bedenken auf, dass der steigende Gehalt an Kohlendioxiden (CO2) – das Ergebnis des Verbrennens fossiler Brennstoffe – das Lärmproblem im Meer verschlimmern könnte.....
Geschrieben von: Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung / Aqua-Globe-Project
Freitag, den 31. Oktober 2008 um 08:44 Uhr
Klimabedingte Veränderungen in marinen Ökosystemen zeigen, wie eng physiologische und ökologische Prozesse vernetzt sind. Dies beschreibt Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner, Ökophysiologe am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft, in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Science.
Ergebnisse physiologischer und ökologischer Forschung haben in den letzten Jahren gezeigt, dass das temperaturabhängige Leistungsfenster einer Art für die Empfindlichkeit gegenüber der Klimaerwärmung ausschlaggebend ist. Es bestimmt die Fähigkeit, bei unterschiedlichen Temperaturen zu wachsen, sich fortzupflanzen, Nahrung aufzunehmen oder mit anderen Arten um Platz oder Ressourcen zu konkurrieren. Bei Tieren wird dieses Leistungsfenster durch die Kapazität des aeroben Stoffwechsels und der Sauerstoffversorgung bestimmt. Dies sind physiologische Parameter, die am Alfred-Wegener-Institut an Meerestieren untersucht werden. "Das Leistungsfenster wird durch die Temperatur begrenzt und spiegelt......
Die US-Naturschutzorganisation Wildlife Conservation Society (WCS) präsentierte am gestrigen Dienstag in Barcelona eine Liste mit zwölf Krankheitserregern, die aufgrund des Klimawandels in Regionen vordringen könnten, die bisher nicht zu ihren Verbreitungsgebieten zählten. Das stelle eine "ernste Gefahr für Mensch und Tier" wie auch für die globalen Finanzmärkte dar, so die Naturschützer in ihrem Bericht. Um rechtzeitig Maßnahmen zu ihrer Eindämmung durchzuführen, müssten Prozesse der freien Wildbahn besser beobachtet werden. So erhalte man Aufschluss, wie sich die Erreger bewegen.
Vogelgrippe, Ebola, Gelbfieber und Cholera sind einige prominente Vertreter der in der Liste aufgezählten Krankheiten. Das "tödliche Dutzend" von Erregern sei jedoch nur ein Abbild einer Vielzahl von Infektionskrankheiten, denen Mensch und Tier durch den Klimawandel zusätzlich ausgesetzt sind, warnt der Bericht.....
Der Mensch ist erfinderisch und die Klimaerwärmun und ihre Folgen scheint die Fantasie der Menschen zu beflügeln. So entstehen immer wieder neue Ideen, wie man der Katastrophe begenen könnte. Viele Ideen sind einfach undurchführbar, aber es gibt auch welche, die durchaus zu realisieren wären und auch erfolgreich sein könnten. So eine Idee ist nach Meinung vieler Forscher die hier Folgende.
Sprühroboter auf großer Fahrt: Ein britischer Forscher will Hunderte Geisterschiffe auf die Ozeane schicken, die rund um die Uhr Meerwassertropfen in die Luft blasen - das soll die Aufheizung der Atmosphäre bremsen. Die Technik beruht auf der Idee eines deutschen Erfinders, hat aber ihre Risiken.
Die Idee besticht durch ihre verblüffend niedrigen Kosten: Für nicht einmal hundert Millionen Euro pro Jahr will ein Forschertrio die Erde vor dem Klimakollaps bewahren. Gemeinsam mit zwei Kollegen hat Stephen Salter von der University of Edinburgh das Konzept von Hunderten unbemannten Roboterschiffen entwickelt, die auf den Ozeanen kreuzen und 365 Tage im Jahr rund um die Uhr feine Salzwassertröpfchen versprühen.
Die Tröpfchen dienen als Kondensationskeime und sollen die Wolken über den Ozeanen so hell wie möglich machen.....
Geoforscher beobachten derzeit außergewöhnlich niedrige Wassertemperaturen im Pazifik. Ursache ist La Niña, die Gegenspielerin zum Klimaphänomen El Niño. Eine Entwarnung im Bezug auf die Erderwärmung ist La Niña allerdings nicht.
Alle diskutieren über die drohende Erderwärmung - doch im Pazifik ist davon wenig zu spüren. Im Gegenteil: Forscher beobachten derzeit besonders niedrige Wasserstände im Pazifik nahe des Äquators - und niedrige Pegel sind gleichbedeutend mit kühlerem Wasser. Vom amerikanisch-französischen Satelliten "Jason" stammen die Aufnahmen, die das Jet Propulsion Laboratory (JPL) am California Institute of Technology im Auftrag der Nasa vorgestellt hat.
Auf dem Satellitenbild sind Wassergebiete, deren Pegel unterhalb des normalen Meeresspiegels liegen, blau gekennzeichnet. Der Äquator scheint von zwei breiten blauen Streifen regelrecht in die Zange genommen zu werden. Hinter dem kühlen Wasser steckt das Klimaphänomen La Niña, spanisch für "kleines Mädchen", das wohl noch mehrere Monaten anhalten wird, wie Forscher nun prognostizieren.....