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Für Holger Kohls ist es ein gewohntes Bild: Neue Gäste kommen auf die Insel Wangerooge, und der erste Gang führt schnurstracks an den Nordstrand, den Blick genießen aufs offene, unverstellte Meer. "Wir haben nichts außer unserem Horizont", sagt der Bürgermeister und Kurdirektor Kohls mit kämpferischem Unterton. Und deshalb fährt er heute aufs Festland nach Oldenburg. Dort versuchen die beiden Inselgemeinden Wangerooge und Borkum vor dem Verwaltungsgericht den Bau von zwei Offshore-Windparks zu verhindern, die nach dem Willen der Betreiber, aber auch der Landesplaner nur etwa 14 Kilometer vor den beiden Inseln aus der Nordsee wachsen sollen.
14 Kilometer aber sind "gar nichts" für den Wangerooger Bürgermeister, er fürchtet um den guten Ruf der beiden Inseln. Immerhin sollen vor Borkum 44 der riesigen Windmühlen und vor Wangerooge 18 solcher Anlagen ins Meer gestellt werden. Bis zu 150 Meter hoch.....
Gemeinsam wollen die kleinen Inselstaaten gegen die großen Industrienationen im Kampf gegen die Verhinderung der Umweltkatastrophe durch die Klimaerwärmung vorgehen. Die 14. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), die derzeit im polnischen Poznan über die Bühne geht, könnte zum Knackpunkt werden. Schon im Vorfeld geben sich die Vertreter der Zwergnationen frustriert über die Bereitschaft der Industrienationen und deren Angebote, die Auswirkungen zumindest finanziell abzufedern. "Was uns an der Situation am meisten stört, ist die Tatsache, dass wir kaum Treibhausgase produzieren, allerdings diejenigen sind, die die Auswirkungen am schlimmsten zu spüren bekommen", meint Nanette Woonton vom Pacific Communication Team des Pacific Regional Environmental Programme. Die gesamte pazifische Region produziere nur 0,3 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. "Wir sind allerdings die, die unter der Klimaänderung....
Diese Woche beginnt in Rom die neunte Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Erhaltung wandernder Tierarten (CMS), auch Bonner Konvention genannt.
Vertreter aus mehr als 100 Staaten stellen dort vom 1. -5. Dezember die Weichen für den Schutz von Walen und Delfinen, Zugvögeln, Gorillas und anderen Tieren für die kommenden drei Jahre. Doch so engagiert in der Konvention um den Schutz der Tiere gerungen wird, so schwach ist später oftmals die Umsetzung auf staatlicher Ebene. Im Vorfeld der Tagung ruft die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS, offiziell anerkannter Partner von CMS, Regierungsvertreter dazu auf, dringend notwendige Maßnahmen zur Bekämpfung des Beifangs, von Unterwasserlärm und chemischer Meeresverschmutzung zu beschließen und neue regionale Schutzabkommen, insbesondere für den Indischen Ozean, nicht nur zu entwickeln sondern auch tatsächlich umzusetzen.
Gleichzeitig zieht die WDCS eine Bilanz der Initiative „Jahr des Delfins“. Diese wurde durch die Bonner Konvention im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) vom Jahr 2007 auf das Jahr 2008 ausgeweitet......
Der WWF übt heftige Kritik an den Ergebnissen der am Montagabend in Marrakesch beendeten Konferenz der Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT). Die 46 Vertragsstaaten, darunter die EU, haben trotz massiver Proteste von Wissenschaftlern, Unternehmen und Umweltverbänden für 2009 eine Fangquote von 22.000 Tonnen für den bedrohten Roten Tunfisch im Mittelmeer beschlossen. Zudem lassen die ICCAT-Staaten erneut den Fischfang während der Laichsaison Mai und Juni zu. Der WWF hatte einen kompletten Fangstopp bis zur Erholung der Bestände gefordert.
„Die Konferenz hat auf ganzer Linie versagt. Die Beschlüsse von Marrakesch sind ein weiterer Sargnagel für den Roten Tunfisch. Jetzt müssen wir andere Wege suchen, um die geschröpften Bestände zu retten“, erklärte WWF-Fischereiexperte Dr. Sergi Tudela in Marrakesch. Der WWF will sich für ein internationales Handelsverbot im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES stark machen. Zudem sucht der WWF weitere Verbündete im Einzelhandel, um den bereits von zahlreichen Unternehmen und Restaurants unterstützten Boykott des Roten Tunfischs auszuweiten. Der weltgrößte Händler im Markt .....
Weltweit steht nur ein Prozent der Meeresflächen unter Schutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Umweltorganisation The Nature Conservancy (TNC) im Fachmagazin Conservation Letters. Regierungen haben bekannt gegeben, dass bis 2012 die Quote auf zehn Prozent ansteigen soll. Nach Meinung eines Studienautors sei das unter den derzeitigen Voraussetzungen kaum einhaltbar. Erst kürzlich hatten Forscher anhand zahlreicher Studien die Wichtigkeit von maritimen Schutzgebieten unterstrichen.
"Für jene von uns, die den ganzen Arbeitsbereich auf den Schutz der Meere abgestellt haben, ist es klar ersichtlich, dass die Unterschutzstellung der Ozeane jener auf dem Land hinterherhinkt", so Mark Spalding von TNC. Rund zwölf Prozent der Landfläche der Erde sind in irgendeiner Art als Schutzgebiete ausgewiesen. Es sei deprimierend, dass es derart langsam vorangeht.....
Lange Zeit hatte sich so gut wie niemand in Brüssel mit der Arktis befasst. "Kein Thema", war bei Hintergrundgesprächen aus der EU-Kommission zu hören. Selbst als der russische Polarforscher Arthur Tschilingarow und seine Mannen im vergangenen Sommer mit zwei Mini-U-Booten eine russische Fahne am Nordpol deponierte, sah sich niemand am EU-Sitz zu einem offiziellen Statement genötigt. Das Motto hieß: "Wir halten uns zurück." Vom Herzen Flanderns aus war der Pol einfach zu weit entfernt – und die ohnehin oft unglücklich agierende EU-Diplomatie mühte sich gleichzeitig an anderen Schauplätzen: auf dem Balkan, in Nahost, in Russland. Allenfalls politische Splittergruppen wie der Westnordische Rat, der die geopolitischen Fliegengewichte Island, Färoer und Grönland vereinigt, forderten die EU dazu auf, sich in Zukunft mehr um die Arktis zu kümmern.
Gut ein Jahr später hat sich die Lage nun grundlegend geändert. Die Europäer.....
Anlässlich des Aufbruchs zweier Flotten mit konträren Zielsetzungen Richtung Antarktis, fordert die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS, das Rossmeer als Meeresschutzgebiet auszuweisen. Vergangenen Samstag verließen die acht Segelyachten des Volvo Ocean Races Kapstadt in Richtung Süden, um nach einem Wendepunkt Kurs auf Kochi, Indien, zu nehmen. Gleichzeitig erwartet man stündlich das Auslaufen der japanischen Walfangflotte in die Antarktis. Während das am größten Weltumsegelungsrennen teilnehmende Team Russia mit dem Motto „We sail for the whale“ die WDCS Kampagne zum Schutz der Wale an Bord genommen hat, beabsichtigt Japan 935 Zwergwale und 50 Finnwale zu töten.
Das Rossmeer, welches sich vor den eisigen Küsten des antarktischen Kontinents erstreckt, ist das Juwel des Südpolarmeers und Heimat für viele.....
Der WWF fordert einen Fangstopp für den bedrohten Roten Tunfisch (auch Blauflossen Tun oder Atlantischer Tun genannt) im Mittelmeer. Der Bestand des beliebten und teuren Speisefisches, der vor allem in japanischen, europäischen und US-amerikanischen Edelrestaurants angeboten wird, steht vor dem Kollaps. „Nach Jahren rücksichtsloser Ausbeutung ist ein Moratorium die einzige Chance, um den Roten Tun noch zu retten“, erklärte Dr. Sergi Tudela vom WWF-Mittelmeerprogramm am Rande der heute beginnenden Tunfisch-Konferenz in der marokkanischen Stadt Marrakesch. Dort tagen bis zum 24. November die 46 Vertragsstaaten der Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT), zu denen auch die EU zählt.
Wissenschaftler empfehlen seit Jahren Fangquoten von etwa 15.000 Tonnen pro Jahr. Die ICCAT-Staaten hatten die zulässigen Mengen jedoch immer etwa doppelt so hoch angesetzt. Wegen der massiven illegalen Fischerei lag der tatsächliche Fang allein im letzten Jahr bei etwa 60.000 Tonnen. Vor allem die Türkei, Italien, Kroatien, Libyen, Frankreich und Spanien......
Die Norwegische See beherbergt Schätze von immensem Wert und großer Schönheit - unter anderem die meisten der weltweit bekannten Kaltwasserkorallenriffe. Ob sie überleben werden, hängt auch von einem Treffen ab, das am Dienstag in der norwegischen Küstenstadt Alesund stattfindet.
Bei der Konferenz dreier norwegischer Minister mit Interessenvertretern der Wirtschaft geht es um den zukünftigen Integrierten Managementplan für alle norwegischen Gewässer. Die Runde wird über Vorschläge diskutieren und damit auch Weichen für die Effektivität des Plans stellen. Greenpeace hat die Minister im Vorfeld aufgefordert, ein Netz von großflächigen Schutzgebieten zu schaffen.
Was die norwegische Regierung für das sensible Seegebiet plant, klingt durchaus vielversprechend:.....