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Gewäserbiologie - Archiv 2009


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Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Dienstag, den 17. November 2009 um 10:41 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 18:49 Uhr
 
Überfischung fördert Algenblüte E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 07:37 Uhr

Die Überfischung der Raubfischbestände – vor allem Barsch und Hecht – fördert die Algenblüten. Dies gilt sowohl für die Brackwasergebiete der Ostsee als auch für Binnengewässer (Grafik: © 2009 M. Siedler – Aqua-Globe Magazine)Stickstoffdünger und Waschmittel sind bekannt dafür, dass sie das Algenwachstum fördern. Einer aktuellen Studie zufolge spielt aber auch Überfischung - vor allem von Raubfischen - eine Schlüsselrolle. Das Forscherteam um Britas Klemens Eriksson von der Universität Groningen hat in langjährigen Untersuchungen mit dem schwedischen Fishery Board in der Ostsee festgestellt, welche Folgen das Verschwinden der Raubfische auf das Ökosystem hat.

"Wir haben uns zwei Raubfisch-Populationen, Hecht und Barsch, in neun Brackwasser-Gebieten an der Ostseeküste genau angesehen und mit den Populationen kleinerer Fische und Algenblüten verglichen", so Eriksson. "Das Ergebnis war erstaunlich." In den Gebieten, in denen die Zahl der Raubfische stark rückgängig war, war die Zahl der kleineren Fische und der Algen sehr hoch. "In Regionen, in denen das Gleichgewicht intakt war, lag die Wahrscheinlichkeit einer Algenblüte bei nur zehn Prozent.".....

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Die Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns sind NICHT in Ordnung E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Dienstag, den 01. Dezember 2009 um 07:50 Uhr

Die Boddenlandschaft Mecklenburg-Vorpommers sieht zwar sehr idyllisch aus, aber sowohl an der chemischen, als auch der biologischen Wasserqualität hapert es gewaltig (Foto: Wikimedia)Nach den Maßgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie genügt kein einziger Ostsee-Bodden den Maßstäben für das Prädikat gut oder sehr gut, teilte Umweltminister Till Backhaus am 24. November 2009 mit. Bei Fließgewässern erfüllen nur 10 Prozent die Anforderungen. Ebenso betroffen sind 34 Prozent der Seen und 45 Prozent des Grundwassers im Lande.
Um diesen erschütternden Zustand der Gewässer in MeckPomm zu ändern will das Land nun 91.5 Mio. Euro investieren.


"Sauberes Wasser stellt nicht nur die Grundlage unserer Trinkwasserversorgung dar. Es ist auch Standortfaktor für die Land- und Forstwirtschaft, für den Tourismus, für Industrie und Fischerei. Der Schutz der natürlichen Wasserressourcen und ihre nachhaltige Bewirtschaftung ist daher eine verantwortungs- und äußerst anspruchsvolle Aufgabe", betonte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus in der Landespressekonferenz zur Vorstellung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Die Wasserrahmenrichtlinie fasst die europaweiten Anstrengungen zum Gewässerschutz in einer übergreifenden.....

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Der Klimawandel wird den Wasserhaushalt im Elbegebiet stark verändern E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Dienstag, den 13. Oktober 2009 um 07:27 Uhr

Niedrigwasser an der Mulde (Foto: GLOWA-Elbe)Die Folgen der globalen Erwärmung machen sich zunehmend regional bemerkbar, so auch im Flusseinzugsgebiet der Elbe. Phasen von extremem Niedrigwasser werden vor allem im Sommer immer häufiger. Die langfristigen Änderungen des Wasserhaushaltes werden die ökologischen und sozioökonomischen Entwicklungsaussichten der Region entscheidend prägen. Dies ist der Tenor eines Memorandums, in dem jüngste Ergebnisse des Elbe-Projektes im Forschungsprogramm "Globaler Wandel des Wasserkreislaufs" (GLOWA) zusammengefasst sind. Auf der Nationalen GLOWA Konferenz vom 12. bis 14. Oktober 2009 in Potsdam diskutieren die Wissenschaftler zusammen mit den Betroffenen in Politik und Gesellschaft über die Perspektiven für die Region.

"Die durch den Ausstoß von Treibhausgasen bereits messbaren Veränderungen des Klimas und des Wasserhaushaltes im Elbegebiet bestätigen die Vorhersagen der Klimaforschung nachdrücklich", sagte Frank Wechsung vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am heutigen Montag auf der Konferenz. "Aus Szenarien ist absehbare Realität geworden.....

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Pestizide - Belastung und Wirkung in Gewässern jetzt einfacher nachweisbar E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Mittwoch, den 09. September 2009 um 07:27 Uhr

Pestizideinsatz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Forscher des UFZ haben ein Werkzeug entwickelt, welches innerhalb von Minuten die schädliche Wirkung von Pestiziden in Fließgewässern abschätzt. (Foto: André Künzelmann/UFZ)Die Langzeitfolgen von Pflanzenschutzmitteln auf die Lebewesen und die Qualität des Wassers in Flüssen kann jetzt einfacher als je zuvor ermittelt werden: Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben ein Werkzeug entwickelt, mit dem innerhalb von Minuten die schädliche Wirkung von Pestiziden abgeschätzt werden kann, die zum Beispiel von landwirtschaftlichen Flächen in Flüsse und Bäche gespült worden sind.

"Bisher war es sehr schwierig nachzuweisen, welche chronischen Wirkungen auftreten", erläutert Dr. Matthias Liess, Leiter des UFZ-Departments System-Ökotoxologie. Bei ihrem neuen Ansatz machen es sich die Helmholtz-Forscher zu nutze, dass Pestizide charakteristische Änderungen in der Zusammensetzung der jeweils betroffenen Lebensgemeinschaft bewirken.

"Man muss lediglich ermitteln, welche und wie viele Tiere wie etwa Insekten und Krebse........

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Wasser kennt Grenzen - Zustand der Flüsse in Ost und West unterscheidet sich stark E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Freitag, den 17. Juli 2009 um 08:34 Uhr

Gewässerverbauung oder nicht - Die Flüsse in Ost und West untescheiden sich hier sehr stark (Fotos: Christian Baumgartner und Jan Hanusin Fotomontage: M. Siedler)Etwa 150 Wissenschaftler von Irland bis zum Ural haben sich an einem einzigartigen Projekt beteiligt: Den Zustand der Flüsse in Europa zu beschreiben. Insgesamt untersuchten sie 165 Flusseinzugsgebiete, die mehr als 7 Millionen Quadratkilometer bedecken. Das entspricht etwa Dreiviertel der Fläche von Europa.
Die Forscher haben einen auffälligen Unterschied zwischen Osteuropa und Westeuropa festgestellt: Im Osten gibt es noch viele naturbelassene Flussläufe, deren Wasser aber oft hochgradig verschmutzt ist, während im Westen die Flüsse sehr stark verbaut sind, aber das Wasser relativ sauber ist. Hier greifen schon Maßnahmen zum Wasserschutz. Das Naturpotenzial ist besonders in den osteuropäischen Ländern sehr groß. Mit Maßnahmen zur Reinhaltung des Wassers ließen sich hier wieder weitgehend intakte Ökosysteme herstellen. Leider schreitet der Ausbau dieser Flüsse derzeit rasch voran.

 Dabei sieht die EU-Wasserrahmenrichtlinie vor, bis 2015 für alle natürlichen Gewässer einen "guten Gewässerzustand" zu gewährleisten. Prof. Klement Tockner, Direktor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), gibt dazu eine vorsichtige Prognose: "Anhand der Informationen, die wir in jahrelanger Recherche zusammengetragen haben, mussten wir leider feststellen........

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Auswirkungen von Bioziden in Gewässern E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Dienstag, den 30. Juni 2009 um 10:21 Uhr

Badestrand an der Elbe. Auch beim Baden nimmt der Mensch Biozide aus dem Wasser auf. (Foto: © 2009 Manfred. Siedler – Aqua-Globe-Project)Was sind Biozide?
Wie gelangen Biozide in Gewässer?
Und welche Auswirkungen können sie dort haben?

Laut Definition sind Biozid-Produkte Wirkstoffe und Zubereitungen, deren Zweck es ist, auf chemischem oder biologischem Wege Schadorganismen (z.B. Bakterien, Pilze, Insekten, Nagetiere) abzuschrecken, unschädlich zu machen oder zu zerstören. Zudem soll der Einsatz von Bioziden die Schädigung von diversen Gütern (u.a. Lebensmittel, Gebrauchsgegenstände, Holz, Mauerwerk) verhindern. So gehören zu den Biozid-Produkten z.B. Desinfektionsmittel aller Art, Schutzmittel für Lebens- und Futtermittel, Konservierungsmittel für Fertigerzeugnisse, Mauerwerk und Holzschutzmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel und Unterwasseranstriche. Die Biozid-Richtlinie 98/8/EG unterscheidet 23 Produktarten (vgl. Kap. 2.2). Die breit
gefächerte Anwendungspalette von Bioziden beinhaltet verschiedenste Wege der Umwelt-Exposition.

Die Anwendungsbereiche von Biozid-Produkten sind sehr breit gefächert und unterschiedlich. Die Biozid-Richtlinie unterscheidet die Hauptgruppen Desinfektionsmittel, Schutzmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel und sonstige Biozid-Produkte, die sich in insgesamt 23 Biozid-Produktarten (PA) unterteilen.

Es ist davon auszugehen, dass für viele Biozide relevante Emissionen in das aquatische System vorliegen. Insbesondere trifft dies für Biozid-Produkte zu, die direkt in wässriger Umgebung eingesetzt werden, wie z.B. .....

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Globale Erwärmung: Sauerstoff und aquatische Habitate in einer sich verändernden Welt E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 11:13 Uhr

Aquatische Todeszonen breiten sich aus. Durch die globale Erwärmung und Eutrophierung von Gewässern leiden aquatische Ökosysteme immer häufiger unter räumlich ausgedehnten und zeitlich andauernden Todeszonen in denen kaum oder gar kein Sauerstoff mehr vorhanden ist. Dies betrifft nicht nur die Meere und Ozeane, sondern ebenfalls die Binnengewässer. (Grafik: © 2009 Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Alle höheren Lebensformen sind abhängig vom Sauerstoff. Doch durch die globale Erwärmung und Eutrophierung von Gewässern leiden aquatische Ökosysteme immer häufiger unter räumlich ausgedehnten und zeitlich andauernden hypoxischen Bedingungen mit sehr niedrigen Sauerstoff-Konzentrationen (Hypoxia).

Anfang April 2009 startete das EU-geförderte Projekt HYPOX mit dem Ziel, die Ursachen, zeitlichen Dynamiken, Zukunftsaussichten und Konsequenzen von Hypoxia (niedrige Sauerstoff-Konzentrationen) in Gewässern zu verstehen und einzuschätzen.

Die Beobachtungen der Wissenschaftler sind alarmierend: stetig sich ausbreitende"Todeszonen", in denen Ökosysteme durch Sauerstoff-Mangel kollabieren, sowie auch die besorgniserregende Verschärfung des Klimawandels, verlangen nach einer stärkeren Überwachung.

Die globale Erwärmung hat vielfältige Konsequenzen: Sauerstoff gast aus, in der Wassersäule bilden sich Schichten verschiedener......

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Deutschlands Flüsse werden immer wärmer E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 10:10 Uhr

Die Elbe bei Geesthacht (Foto: © 2008 Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Die mittleren Fließgewässertemperaturen drohen bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts durchschnittlich um etwa 1,5°C anzusteigen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen WWF-Studie. Bereits im Laufe des 20. Jahrhundert hat sich die Wassertemperatur in mitteleuropäischen Flüssen nach Angaben der Umweltstiftung um etwa 1°C erhöht. Die Kühlwassernutzung durch thermische Kraftwerke (meist Atom- oder Kohlekraftwerke) wird durch den Temperaturanstieg zunehmend Probleme erfahren - und somit auch direkt die Sicherheit der Stromerzeugung beeinflussen. So wurden die zulässigen Grenzwerte, die ein Einleiten von erwärmtem Kühlwasser einschränken bzw. untersagen, nach WWF-Angaben bereits in den Sommern 2003, 2006 und 2007 an unterschiedlichen Flüssen und Kraftwerksstandorten erreicht. „Häufigere kritisch hohe Fließgewässertemperaturen können deutliche Einbußen bei der Stromproduktion zur Folge haben. Im Extremfall ist gar die Versorgungssicherheit mit Strom gefährdet“, warnt WWF-Referent Georg Rast.

Auch die Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt werden von der Umweltstiftung als gravierend eingeschätzt. Vor allem der Anstieg winterlicher Minimaltemperaturen......

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Wasserlebende Kleintiere setzen klimaschädigendes Lachgas frei E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie09
Dienstag, den 03. März 2009 um 08:23 Uhr

Wasserlebende Kleinstiere wie Insektenlarven, Muscheln und Schnecken geben Lachgas, ein wichtiges Treibhausgas, an ihre Umgebung ab. (Grafik: © 2009 Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Sie sind meist nur wenige Millimeter bis Zentimeter lang und führen ein unscheinbares Leben am Gewässergrund. Doch tragen aquatische Insektenlarven und andere Kleinstlebewesen womöglich merklich zum Treibhauseffekt bei. Denn Bakterien im Darm der Wassertiere setzen klimaschädigendes Lachgas frei, zeigen nun Forscher vom Bremer Max-Planck-Institut und der Universität Aarhus.

Wasserlebende Kleinstiere wie Insektenlarven, Muscheln und Schnecken geben Lachgas, ein wichtiges Treibhausgas, an ihre Umgebung ab. Dies geschieht vor allem in Gewässern, die mit dem Nährstoff Nitrat verschmutzt sind, und ist besonders bei denjenigen Tieren zu finden, die mit ihrer Nahrung viele Bakterien zu sich nehmen. Das Fatale: Gerade in den von uns Menschen stark beeinträchtigten Gewässern treffen diese beiden Voraussetzungen für Lachgasfreisetzung häufig zusammen. Insgesamt ist deshalb damit zu rechnen, dass sich die in den Gewässern produzierte Treibhausgasmenge zukünftig noch erhöhen wird......

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