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Gewässerkunde - Gewässerbiologie


Wasser, Trinkwasser und Gewässerschutz – Auf dem Weg zu guten Gewässern E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: Umwelt Bundesamt   
Mittwoch, den 01. September 2010 um 06:24 Uhr

Broschüre "Die Wasserrahmenrichtlinie"

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Die Gewässerschutzpolitik der europäischen Gemeinschaft hat seit Ende des Jahres 2000 ein neues Fundament: die Richtlinie 2000/60/EG, mit vollständigem Namen „Richtlinie des Rates zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik”, kurz Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Unter ihrem Dach wird der europäische Gewässerschutz vereinheitlicht und transparenter. Die Wasserrahmenrichtlinie wird zunächst sieben der alten EU-Richtlinien ersetzen und erstmals einen umfassenden Rechtsrahmen für den Gewässerschutz in Europa schaffen.

Die WRRL verankert europaweit zwei neue Gedanken. Zum Einen: Gewässer bilden mit ihrem Einzugsgebiet eine Einheit, außerdem stehen Grundwasser, Oberflächenwasser, Auen und Küstengewässer in Wechselwirkung miteinander. Die Richtlinie berücksichtigt damit stärker als bisher die ökologische Funktion der Gewässer als Lebensraum...........

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Per Anhalter durch die Wassersäule E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: Forschungsverbund Berlin e.V.   
Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 13:05 Uhr

Schematische Darstellung des Versuchsansatzes: Migrationssäulen mit einem oberen (salzfreien) Wasserkörper und einem unteren (salzhaltigen, dichteren) Wasserkörper. Die Bewegung der Wasserflohkrebse wurde durch Licht induziert. (Grafik: IGB)Bakterien, so klein sie auch sind, bilden die Hauptlebensform biologischer Vielfalt. In Gewässern nehmen sie wichtige Funktionen ein und tragen wesentlich zum Stoffumsatz und daher zur Selbstreinigung von Seen bei. Doch wie bewegen sich die Winzlinge zwischen Wasserschichten, die für sie alleine unüberwindbar sind? Forscher des Leibniz-Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei haben in Kooperation mit Kollegen vom Virginia Institute of Marine Science eine Studie veröffentlicht, in der sie ihre „Förderband-Hypothese“ belegen: Bakterien benutzen kleine Wassertiere (Zooplankton) aktiv als Transportgelegenheit, um in Wasserschichten zu gelangen, die für sie alleine unerreichbar sind.

Tiefe Seen weisen meist Zonen mit unterschiedlichen Lebensbedingungen auf. So finden sich nahe der Wasseroberfläche Bereiche mit erhöhten Konzentrationen von Sauerstoff und organischem Material (beispielsweise von Algen), während in der Tiefe anorganische Nährstoffe in höherer Konzentration vorliegen. Die meisten größeren Lebewesen im Gewässer können sich je nach ihren Bedürfnissen in der Wassersäule bewegen, nicht so Kleinlebewesen, z.B. Bakterien. Für Mikroorganismen sind viele Grenzschichten im Gewässer....

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Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an der Weser: großer Handlungsbedarf E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: Johann Heinrich von Thünen-Institut / Aqua-Globe Magazine   
Montag, den 26. Juli 2010 um 07:12 Uhr

Der Stickstoffeintrag durch die Landwirtschaft in die Weser müsste um jährlich 25000t reduziert werden damit die Wasserqualität der Wasserrahmenrichtlinie entsprechen kann. (Foto: ©2010 M.Siedler – Aqua-Globe Magazine)Landwirtschaft im Einzugsgebiet der Weser müsste 25 000 t Stickstoff jährlich reduzieren

Mit der Wasserrahmenrichtlinie hat die Europäische Union ein Instrument geschaffen, um die Qualität von Grund- und Oberflächenwasser im Einzugsbereich von Flüssen europaweit zu verbessern. Welche Anstrengungen seitens der Landwirtschaft nötig sind, damit die Wasserqualität der Weser den Vorgaben der EU-Richtlinie genügt, zeigt eine aktuelle Studie des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) in Braunschweig.

Um die Wasserrahmenrichtlinie im Einzugsgebiet der Weser zu erfüllen, sind erhebliche Anstrengungen nötig, vor allem im Bereich der Landwirtschaft, auch wenn diese ihre Stickstoffüberschüsse in den letzten Jahren deutlich reduzieren konnte. Unter anderem müsste der Stickstoffeintrag in die Weser um jährlich rund 25 000 t reduziert werden. "Dies würde jährliche Kosten von über 100 Millionen Euro zusätzlich zu bisherigen Agrarumweltmaßnahmen verursachen, wenn die Beratungskosten hinzugerechnet werden", erklärt Peter Kreins, Projektleiter am vTI. Diese Ergebnisse basieren auf Berechnungen des Projektes "AGRUM Weser", die jetzt vom vTI veröffentlicht worden sind.

"Das Pilotprojekt AGRUM Weser bietet erstmals..........

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Wieviel Schmutz verträgt die Spree? E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: KompetenzZentrum Wasser Berlin gGmbH (KWB)   
Freitag, den 16. April 2010 um 06:17 Uhr

Mischwassereinleitung in die Spree (Foto: © Kompetenz-Zentrum Wasser Berlin GmbH)Bei starkem Regen läuft ein Gemisch aus Regen- und Schmutzwasser an dafür vorgesehenen Stellen aus der Kanalisation in die Spree. Die Berliner Wasserbetriebe betreiben viele unterirdische Speicherbauwerke, um solche Belastungen möglichst zu vermeiden. Bis zum Jahr 2020 werden weitere umfassende Maßnahmen zum Rückhalt von Mischwasser ergriffen. Mehrfach wurde in letzter Zeit über das Modellvorhaben SPREE2011 berichtet, das als Alternative zu unterirdischen Rückhaltebauwerken die Wirkung von am Ufer angebrachten Speichertanks untersucht.

Trotz umfangreicher Maßnahmen können "Mischwasserentlastungen" in die Spree nicht vollständig vermieden werden. Für die Verantwortlichen des Berliner Wassermanagements ist es daher eine besondere Herausforderung, weitere Rückhaltemaßnahmen mit einem gut ausbalancierten Verhältnis zwischen Kosten, ökologischen und weiteren Nutzungsinteressen zu entwickeln. Um diesen Prozess effizient voranzubringen, wird jetzt an einem großen Mischwasserkanal in Berlin-Charlottenburg vom Kompetenzzentrum Wasser Berlin gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben systematisch untersucht, welchen messbaren Einfluss solche Einleitstellen auf die Qualität der Spree haben.

Überläufe aus der Mischwasserkanalisation.......

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Moore erfolgreich wiedervernässen E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: Forschungsverbund Berlin e.V.   
Dienstag, den 02. Februar 2010 um 07:58 Uhr

Wiedervernässtes und überstautes Moor im Trebeltal  (Foto: D. Zak)Wer bekommt bei dem Begriff Moor nicht eine leichte Gänsehaut, denkt an die trostlose Einöde in englischen Kriminalgeschichten. Doch der Lebensraum Moor ist keineswegs eintönig. Einzigartige Tiere und Pflanzen haben sich optimal an die scheinbar widrigen Lebensbedingungen angepasst. Moore leisten wertvolle Ökosystemdienstleistungen für uns Menschen: Sie regulieren den Wasser- und Kohlenstoffhaushalt. Der Welttag der Feuchtgebiete am 2.2.2010 soll uns daran erinnern, dass dieser wichtige Lebensraum weltweit bedroht ist. Am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin ist die Untersuchung von Feuchtgebieten wie Mooren und Auenlandschaften ein wichtiger Schwerpunkt.

Die Arbeitsgruppe von Dr. Jörg Gelbrecht untersucht beispielsweise, wie einst trockengelegte Moore erfolgreich wiedervernässt werden können. Moore nehmen mit einer Fläche von 4,16 x 106 Quadratkilometern etwa nur drei Prozent des globalen Festlandes ein, speichern aber 20 bis 30 Prozent der gesamten Kohlenstoffvorräte aller Böden, was etwa 40 bis 60 Prozent des CO2-Gehaltes der Atmosphäre entspricht. Der weltweite Erhalt und Schutz der Moore hat damit große Bedeutung in der aktuellen Klimadiskussion.

Die Mehrzahl der Moore befindet sich in der..........

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WWF fordert engagierten Schutz von Auenflächen E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: WWF / Aqua-Globe Magazine   
Dienstag, den 02. Februar 2010 um 07:16 Uhr

Auen bieten einen einzigartigen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und sind damit ein unglaublich wichtiger Pool der Biodiversität, den es unter allen Umständen zu schützen gilt. (Grafik: © 2010 Manfred Siedler – Aqua-Globe Magazine)Anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar fordert die Umweltschutzorganisation WWF einen engagierten Schutz von Flüssen, Auen, und Mooren in Deutschland und Europa. Süßwasser-Ökosysteme seien wahre „Hotspots“ der Biodiversität und Heimat zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten. In Deutschland gibt es laut Ramsar-Konvention (Internationales Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten) dreiunddreißig dieser Ökosysteme mit weltweiter Bedeutung, wie etwa die Donau- und die Elbeauen, der Ammersee oder die Havelniederungen. „Über dreißig Prozent aller Süßwasserfische und siebzehn Prozent aller Wasservögel gelten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht“, warnt Dorothea August vom WWF Deutschland. Mit den Amphibien stehe durch stetig voranschreitende Lebensraumzerstörung und weltweite Seuchen sogar eine gesamte Tiergattung am Abgrund. Von den 6.285 erfassten Fröschen und Lurchen seien bereits 1.900 Arten in der höchsten Bedrohungskategorien der Roten Liste eingestuft. Sie stünden damit kurz vor der Ausrottung.   

Ein Flusssystem von Bedeutung für ganz Europa sei die über 2800 Kilometer lange Donau, die sich......

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Biberburgen im Moor: Nager wandeln Bild des Wurzacher Rieds E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: Dr. Thomas Kaphegyi, Institut für Landespflege der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg / DBU / Aqua-Globe Magazine   
Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 08:43 Uhr

Nagespuren, gefällte Bäume und aus Holzknüppeln aufgetürmte Burgen – die Anwesenheit von Bibern ist unübersehbar. Dort wo sie auftauchen, wecken die Nager die Neugier der Menschen (Grafik: © 2010 Manfred Siedler – Aqua-Globe Magazine)Ein Blick auf unsere Umwelt zeigt: Die Natur ist derzeit massiven Umbrüchen ausgeliefert, der Klimawandel die meist diskutierte Ursache dafür. Doch manchmal sind es nicht nur die globalen Zusammenhänge, die unser Landschaftsbild prägen. Im Wurzacher Ried – einer der bedeutendsten Moorflächen Europas – bedarf es lediglich eines braunen Nagers, um ehemals vom Menschen trockengelegte Flächen in überflutete Gebiete zu verwandeln. „Mit ihren Aktivitäten stellen Biber die Renaturierungskonzepte für Moorschutzgebiete auf den Kopf“, sagt Dr. Thomas Kaphegyi vom Institut für Landespflege der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Das Institut will neue Strategien entwickeln, wie die Einwirkungen des Bibers unmittelbar für Pflege und Erhalt des Wurzacher Rieds genutzt werden können: „Ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung zukunftsfähiger Naturschutzstrategien“, so Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit 240.000 Euro fördert.

Nagespuren, gefällte Bäume und aus Holzknüppeln aufgetürmte Burgen – die Anwesenheit von Bibern ist unübersehbar. Dort wo sie auftauchen, wecken die Nager die Neugier der Menschen, aber nicht immer nur Entzücken. Das Wurzacher Ried ist das größte zusammenhängende und noch intakte Hochmoor Westeuropas. Als Hort vieler vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten.........

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Gewässerschutz mit der Landwirtschaft E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: Umwelt Bundesamt   
Dienstag, den 26. Januar 2010 um 08:11 Uhr

Broschüre des Umweltbundesamtes "Gewässerschutz mit der Landwirtschaft"Gewässerschutz kann nur mit der Landwirtschaft, nicht gegen sie erfolgreich sein. Eine fachliche und kompetente Beratung der Landwirte ist dabei ein wichtiger Baustein. Die neue Broschüre des UBA wirbt für einen breiteren Einsatz gewässerschonender Maßnahmen und zeigt auf, dass Gewässerschutz nicht mit Ertragseinbußen einhergehen muss.....

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Anzeiger für saubere Gewässer: Die Froschlaichalge wird Alge des Jahres 2010 E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: Philipps-Universität Marburg   
Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 07:13 Uhr

Am Zentralfaden entspringen in regelmäßigen Abständen dicht gedrängte Wirtel, die der Froschlaichalge, Batrachospermum, ein perlschnurartiges Aussehen verleihen. Sie bestehen aus verzweigten Zellfäden. (Mikroskopische Aufnahme: Dr. Johanna Knappe, Philipps-Universität Marburg)Die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft haben die Froschlaichalge zur Alge des Jahres 2010 gekürt. Sie möchten damit auf diese gefährdete Pflanze unserer heimischen Gewässer aufmerksam machen. Froschlaichalgen werden immer rarer, da ihr Lebensraum schwindet. Sie sind auf sauberes und kühles Wasser angewiesen, das jedoch oft zugebaut oder durch Abwässer und Pflanzenschutzmittel verunreinigt wird oder bei zu starker Wasserentnahme ganz versiegt. Die Algenspezialistin Dr. Johanna Knappe von der Philipps-Universität Marburg erklärt, was sie an der Roten-Liste-Art fasziniert.
Einzelne Arten sind sehr ähnlich

Ihren Namen verdankt die Froschlaichalge ihrer gallertartigen Gestalt sowie ihrem perlschnurartigen Aussehen, das an die Laichschnüre mancher Kröten erinnert. Die perlartigen Knoten bestehen aus regelmäßig angeordneten Wirteln aus kurzen, sich verzweigenden Fäden. "So richtig hübsch wird Batrachospermum, wie diese Alge wissenschaftlich heißt, aber erst unter dem Mikroskop", schwärmt Dr. Johanna Knappe, Spezialistin für diese Süßwasser-Lebewesen. Die Algenforscherin der Philipps-Universität Marburg wird oft von Kollegen und Laien gebeten,.......

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Überfischung fördert Algenblüte E-Mail
Gewässerkunde - Gewässerbiologie
Geschrieben von: pressetext / Aqua-Globe Magazine   
Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 07:37 Uhr

Die Überfischung der Raubfischbestände – vor allem Barsch und Hecht – fördert die Algenblüten. Dies gilt sowohl für die Brackwasergebiete der Ostsee als auch für Binnengewässer (Grafik: © 2009 M. Siedler – Aqua-Globe Magazine)Stickstoffdünger und Waschmittel sind bekannt dafür, dass sie das Algenwachstum fördern. Einer aktuellen Studie zufolge spielt aber auch Überfischung - vor allem von Raubfischen - eine Schlüsselrolle. Das Forscherteam um Britas Klemens Eriksson von der Universität Groningen hat in langjährigen Untersuchungen mit dem schwedischen Fishery Board in der Ostsee festgestellt, welche Folgen das Verschwinden der Raubfische auf das Ökosystem hat.

"Wir haben uns zwei Raubfisch-Populationen, Hecht und Barsch, in neun Brackwasser-Gebieten an der Ostseeküste genau angesehen und mit den Populationen kleinerer Fische und Algenblüten verglichen", so Eriksson. "Das Ergebnis war erstaunlich." In den Gebieten, in denen die Zahl der Raubfische stark rückgängig war, war die Zahl der kleineren Fische und der Algen sehr hoch. "In Regionen, in denen das Gleichgewicht intakt war, lag die Wahrscheinlichkeit einer Algenblüte bei nur zehn Prozent.".....

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