Geschrieben von: Michael Conlon (United Arab Emirates University, Al-Ain) et al.:240. National Meeting of the American Chemical Society Wissenschaft.de / Aqua-Globe Magazine
Freitag, den 27. August 2010 um 06:23 Uhr
Arabische Forscher haben aus Froschhaut gewonnene Substanzen nachgebaut und so verändert, dass sie als Antibiotika dienen könnten. Bekannt ist, dass bestimmte Proteine, die von Drüsen in der Froschhaut produziert werden, gegen Krankheitserreger wirken. Den Wissenschaftlern um Michael Conlon von der United Arab Emirates University in Al-Ain gelang es nun, diese Proteine künstlich herzustellen und Probleme zu beseitigen, die bisher einen Einsatz beim Menschen verhinderten. Einige Substanzen könnten bereits in den nächsten fünf Jahren in klinischen Studien getestet werden.
Seit Jahren haben Ärzte und Krankenhäuser große Probleme mit antibiotikaresistenten Keimen. Patienten benötigen neue Typen von Antibiotika, um Medikamente zu ersetzen, die wirkungslos geworden sind. Froschhaut gilt hier schon lange als vielversprechend: Viele Froscharten besitzen Hautdrüsen, die Giftstoffe produzieren. Und diese Proteine gelten als mögliche Quelle für Stoffe, die Bakterien, Viren und Pilze ausmerzen können. Dabei standen den Wissenschaftlern bisher jedoch zwei Probleme im Weg: Einmal sind die Proteine....
Geschrieben von: Regenwald und Artenschutz - ARA / Aqua-Globe Magazine
Freitag, den 13. August 2010 um 06:00 Uhr
Im von den Vereinten Nationen ausgerufenen Jahr der Biodiversität, will das Projekt „Amphibienschutz am Angelgewässer“ dem rasanten Amphibiensterben entgegenwirken. Ziel dieser Initiative ist - wie der Name bereits vermuten lässt -, dass speziell Angler sich für den Schutz von Kröten, Fröschen und Molchen einsetzen – denn Unterstützung haben diese Tiere bitter nötig: Von den etwa 6600 weltweit bekannten Amphibienarten sind ein Drittel vom Aussterben bedroht, womit Amphibien zu der am stärksten gefährdeten Tierklasse zählen. Auch in Deutschland sind von den 21 hier heimischen Arten die meisten bedroht. Selbst noch nicht gefährdete Arten treten in sehr viel geringerer Bestandsdichte auf als noch vor 25 Jahren.
Die Gründe hierfür sind vielfältig: Der Lebensraumverlust ist als Hauptfaktor zu nennen. Kleingewässer, die ehemals überall zu finden waren, verschwanden durch Flurbereinigungen. Straßengräben wurden nach und nach verrohrt. Auch die Zerschneidung der Lebensräume durch Straßen bedrohen ganze Populationen. Die moderne Landwirtschaft mit ihren Gefahrstoffen wie Gülle, Mineraldünger und Bioziden gibt den Amphibienbeständen dann oft den Rest.
Es ist also höchste Zeit zu handeln!!!!
Und wer wäre als Verbündete im Amphibienschutz geeigneter als die Menschen, die einen Großteil ihrer Freizeit an Gewässern verbringen: die Angler. Die meisten Gewässer.......
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. August 2010 um 05:25 Uhr
Geschrieben von: Andrew Crawford (Universidad de los Andes, Bogotá) / wissenschaft.de / Aqua-Globe Magazine
Dienstag, den 20. Juli 2010 um 06:39 Uhr
Seit über zwei Jahrzehnten sterben weltweit massenhaft Amphibien, wofür auch eine Pilzerkrankung verantwortlich ist. Nun hat erstmals ein internationales Forscherteam präzise die Auswirkungen der Epidemie auf die Artenvielfalt beziffert: Nachdem die Pilz-Krankheitswelle über einen Nationalpark in Zentralpanama hinweggefegt war, blieben nur knapp 60 Prozent der Spezies übrig. Identifiziert wurden die Amphibien anhand von Gensequenzen. Erfreulicher Weise entdeckten die Wissenschaftler dabei elf bislang unbekannte Froscharten. Allerdings sind fünf von ihnen durch die Pilzkrankheit ausradiert worden.
Neben der Klimaerwärmung reduziert vor allem die Pilzerkrankung Chytridiomykose weltweit die Amphibien. Der Erreger Batrachochytrium dendrobatidis stört dabei den Stoffwechsel der Frösche und beeinträchtigt die biologischen Funktionen der Haut, was dann zum Tod führt. Präzise Daten über die nachhaltigen Auswirkungen der Krankheit lagen bisher nicht vor: Es fehlten Vergleichsdaten über die Tierbestände vor der Krankheitswelle. Und die haben nun Wissenschaftler des Smithsonian Tropical Research Institute in Panama vorgelegt.
Die Forscher hatten 2004 im Omar Torrijos National Park..........
Geschrieben von: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ / Aqua-Globe Magazine
Freitag, den 16. April 2010 um 07:40 Uhr
Geburtshelferkröten im Gebirge leben gefährlich. Ihr Risiko, an der Amphibienseuche Chytridiomykose, die durch den Chytridpilz ausgelöst wird, zu erkranken und zu sterben, ist wesentlich höher als bei ihren Artgenossen im Flachland. In den höheren Lagen seien bis zu 100 Prozent der Kröten an dieser Krankheit verendet, schreibt ein internationales Wissenschaftlerteam im Fachblatt "Ecology Letters". Ob der Chytridpilz besser an kältere Regionen angepasst ist oder ob das Immunsystem der Kröten dort empfindlicher reagiert, ist jedoch noch ungeklärt. Fünf Jahre lang hatten die Forscher die Verbreitung des Chytridpilz-Erregers bei der Gemeinen Geburtshelferkröte (Alytes obstetricians) in Frankreich, Spanien und Portugal untersucht. Dabei sammelten sie Hautproben von über 3000 Kaulquappen und Kröten von 126 Stellen aus verschiedenen Höhenlagen auf der Iberischen Halbinsel. Geburtshelferkröten haben ihren Namen von einer Besonderheit bei der Fortpflanzung: Die Männchen tragen den Laich mehrere Wochen mit sich herum. Zur Gattung der Geburtshelferkröten gehören mehrere Arten, die von Nordwestafrika bis ins östliche Harzvorland verbreitet sind.
Auch in Europa sind Amphibien mittlerweile durch die Infektionskrankheit Chytridiomykosis bedroht, die durch den Chytridpilz-Erreger (Batrachochytrium dendrobatidis - kurz Bd) verursacht wird, der sich in der Haut der Amphibien einnistet. Da Amphibien zu großen Teilen über die Haut atmen, ist diese Erkrankung......
Geschrieben von: Pro Wildlife / Aqua-Globe Magazine
Donnerstag, den 08. April 2010 um 07:00 Uhr
Für zehn Tierarten, die durch den Heimtierhandelbedroht sind, wurden am Sonntag auf der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA, englisch CITES) Schutzmaßnahmen beschlossen: „Für Rotaugenlaubfrösche und Schwarzleguane aus Lateinamerika gelten künftig weltweit Handelsbeschränkungen, für den vom Aussterben bedrohten Zagros-Molch aus dem Iran sogar ein absolutes Handelsverbot“, berichtet Dr. Sandra Altherr, die für die Artenschutzorganisation Pro Wildlife an der Konferenz in Doha teilnimmt. „Dies schiebt dem unkontrollierten Handel mit diesen Tieren für Terrarien endlich einen Riegel vor.“ Millionen Wildtiere werden jährlich der Natur entrissen – für die wachsende Nachfrage nach exotischen Heimtieren in Europa, den USA und Japan.
„Nachdem in der ersten Woche der Konferenz die Anträge zum Schutz von Eisbären und Rotem Thun gescheitert sind, freuen wir uns, dass die Staatengemeinschaft zumindest den Handel mit einigen........
Geschrieben von: Universität Basel / Aqua-Globe Magazine
Dienstag, den 09. Februar 2010 um 08:42 Uhr
Warum sind manche Tiergruppen weltweit verbreitet, während andere nur räumlich begrenzt vorkommen? Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Basel zeigt auf, dass bei den weltweit verbreiteten Kröten sieben Merkmale wesentlich für diesen Erfolg verantwortlich sind. Ihre im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten Erkenntnisse tragen dazu bei, etwa das Problem der invasiven Arten besser zu verstehen.
Während die meisten Amphibiengruppen auf einzelne Landmassen wie Afrika oder Südamerika beschränkt sind, kommt eine davon, jene der Kröten (Bufonidae), weltweit auf nahezu allen Kontinenten vor. Die Kröten sind darüber hinaus eine faszinierende Gruppe der Lurche, weil sie über ein breites Spektrum von Fortpflanzungsstrategien verfügen und zahlreiche Lebensräume mit unterschiedlichen ökologischen Nischen besetzen.....
Geschrieben von: Emanuel Azizi (Brown University, Providence) et al.: Proceedings of the Royal Society B / wissenschaft.de
Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 07:57 Uhr
Dank spezieller Muskeleigenschaften können Frösche so extrem weit springen: Ihre Muskulatur ist viel dehnbarer als die von Säugetieren, hat ein US-Forscherteam entdeckt, als es den Sprungmechanismus von Nordamerikanischen Ochsenfröschen untersuchte. Im Ruhezustand sind die Beinmuskeln der Frösche extrem in die Länge gezogen. Wenn die Tiere jedoch losspringen, ziehen sich ihre Muskeln plötzlich stark zusammen. Auf diese Weise stellt die Muskulatur die nötige mechanische Kraft her, um den Körper nach vorne zu katapultieren. Das Kraftmaximum im Muskel wird dabei erst während der Bewegung aufgebaut, berichten die Forscher um Emanuel Azizi und Thomas Roberts von der Brown University in Providence.
Eine grundlegende Eigenschaft von Wirbeltiermuskeln ist, dass sie nur im Bereich einer bestimmten Länge maximale Kraft erzeugen können: Vor mehr als 40 Jahren hatten Wissenschaftler gezeigt, wie sich die Kraftproduktion eines sich zusammenziehenden Muskels mit seiner Länge verändert. Gemäß diesem Kraft-Längen-Verhältnis verfügt der Muskel über die größte Kraft, wenn er etwa die Hälfte seiner eigentlichen Länge erreicht. Streckt er sich noch mehr, oder.......
Geschrieben von: Universität Trier / Aqua-Globe Magazine
Mittwoch, den 23. September 2009 um 08:46 Uhr
Amphibien zählen zu den am stärksten bedrohten Tieren der Erde. Nach der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten der Weltnaturschutzorganisation IUCN sind zwei Drittel der rund 6500 bekannten Arten vom Aussterben bedroht. Vor allem Froschlurche, die den Großteil der Amphibien ausmachen, sind betroffen. Nebst den "klassischen" Ursachen wie Habitatverlust und Umweltverschmutzung werden im IUCN Amphibian Conservation Action Plan auch so genannte "neue" Ursachen für den dramatischen Artenrückgang verantwortlich gemacht.
Eine besondere Rolle spielen sich ausbreitende Krankheiten, wie die Chytridiomykose. Sie wird durch Batrachochytrium dendrobatidis, den Amphibien-Chytridpilz, ausgelöst. Der Ursprung dieses Erregers ist unbekannt; älteste Vorkommen sind in konservierten Krallenfröschen aus Afrika nachgewiesen worden. Ob der Pilz tatsächlich hierher kommt, ist ungewiss. Als sicher gilt jedoch......
Geschrieben von: Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Dienstag, den 05. Mai 2009 um 09:03 Uhr
Madagaskar steht zurzeit hauptsächlich aufgrund innenpolitischer Unruhen in den Schlagzeilen. Die ostafrikanische Insel ist vor allem aber für die Einzigartigkeit ihrer Tier- und Pflanzenwelt bekannt. Ein Team von Zoologen unter Federführung der Technischen Universität Braunschweig hat nun umfassende Ergebnisse zur Artenvielfalt der madagassischen Amphibien vorgestellt. Das spektakuläre Ergebnis: Die Entdeckung von mindestens 130, vielleicht sogar mehr als 200 vollkommen neuen Froscharten (PNAS 4.5.09*). Die Erkenntnisse sind für den Natur- und Artenschutz von Bedeutung.
Die Amphibienfauna von Madagaskar, mit heute etwa 250 bekannten und beschriebenen Arten, steht bereits seit 1992 im Mittelpunkt des Interesses deutscher Forscher. "In den letzten 15 Jahren haben wir über 100 neue Froscharten aus Madagaskar entdeckt und wissenschaftlich beschrieben", erläutert Dr. Frank Glaw, Amphibienspezialist an der Zoologischen Staatssammlung München. "Wir dachten, dass wir damit die meisten Arten kennen. Doch die neue Inventur zeigt, dass dort noch viel mehr Arten leben, als wir bisher vermutet hatten." Zum Vergleich: In Deutschland leben gerade einmal 20 bis 22 Arten von Fröschen und Schwanzlurchen.
In einem bislang beispiellos vollständigen Inventarisierungsprojekt sammelten die Forscher in verschiedensten Regionen.....
Der Sonntag war ein schlechter Tag für die giftigen Aga-Kröten. In fünf australischen Gemeinden hatten Freiwillige Tausende der Tiere gefangen - um sie dann mit CO2 umzubringen. Tierschützer hatten nichts dagegen.
Die Aga-Kröten sind in Teilen Australiens eine regelrechte Landplage. Sie werden bis zu 20 Zentimeter groß, treten in Massen auf und fressen so ziemlich alles weg, was ihnen über den Weg läuft und in ihren Mund passt: Insekten, Frösche, kleine Reptilien, Säugetiere und sogar Vögel. Weil die Tiere immer größer werden, leiden sie neuerdings unter Rückenschmerzen.
Feinde besitzen sie keine - und sie sind in Australien nicht einmal heimisch. Sie wurden in den dreißiger Jahren importiert, um Käfer zu bekämpfen. Dumm nur, dass die Schädlinge fliegen konnten, die Kröten hingegen nicht. Aus den Hundert eingeführten Stück ist mittlerweile eine Population aus vielen Millionen Tieren entstanden, die das ökologische Gleichgewicht gefährdet.
Die Riesenkröten sind Überträger verschiedener Krankheiten, das von ihrer Haut abgegebene Gift......